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Boule - das Spiel Drucken
Freitag, 16. Februar 2007
Geschichte  
Entstanden ist das Spiel im Jahre 1910 im südfranzösischen Ort La Ciotat. Der Überlieferung zufolge konnte "Jules Le Noir" aus La Ciotat aus Altersgründen bzw. aufgrund von Rheuma nicht mehr an dem damals verbreiteten, athletischeren Boulespiel, dem Jeu Provençal, teilnehmen. Er musste seine Kugeln auf einem Stuhl sitzend spielen und konnte ohne den sonst üblichen Anlauf die nötigen Entfernungen nicht mehr erreichen. So einigten sich seine Mitspieler im Dorf darauf, ebenfalls auf den Anlauf zu verzichten und stattdessen aus dem Stand, mit geschlossenen Füßen, zu spielen. Ein Kreis auf dem Boden markierte die Stelle, von wo aus jeder Spieler werfen sollte. Nach und nach wurden die Regeln dieser neuen Spielart entwickelt, aufgeschrieben und ein neues Spiel war entstanden. Der Name Pétanque basiert auf dem französischen Ausdruck "pieds tanqués", provençalisch "ped tanco", der "geschlossene Füße" bedeutet.
Im Gegensatz zu allen anderen Boulespielarten trat Pétanque einen raschen weltweiten Siegeszug an. Bereits im Jahre 1959 fand die erste Weltmeisterschaft in Spa, Belgien statt. Heute wird Pétanque in über fünfzig Ländern durch nationale Sportverbände vertreten, die in der Dachorganisation F.I.P.J.P.-Fédération Internationale de Pétanque et Jeu Provençal  zusammengeschlossen sind.
   
Kugeln    
Die Spielgeräte sind Metallkugeln, die gemäß den internationalen Wettkampfregeln zwischen 650 und 800 Gramm wiegen und zwischen 70,5 und 80,0 mm groß sein müssen.
Darüberhinaus müssen Wettkampfkugeln eine Gravur tragen, die das Gewicht und eine eindeutige Kennzeichnung angibt. Nur ein weltweit einziger Satz von jeweils drei Kugeln trägt die gleiche Gravur. Die Hersteller der Kugeln werden vom internationalen Verband als Hersteller von gültigen Wettkampfkugeln zugelassen. Je nach Geschmack des Spielers können die Kugeln gefräste Rillen aufweisen oder eine glatte Oberfläche haben.
Jeder Spieler hat zwei (im Falle von Dreierteams), bzw. drei Kugeln im Falle von Einer- oder Zweierteams, zur Verfügung. Die Kugeln sind hohl, meist werden sie aus zwei verschweißten Halbkugeln hergestellt, es gibt auch gegossene Kugeln.
Die Zielkugel ist nicht hohl, sondern voll aus Holz (Buchsbaum) oder Kunststoff mit einem Durchmesser zwischen 25 und 35 mm und darf in einer beliebigen Farbe lackiert sein. Der Name der Zielkugel variiert je nach geographischer Region. Allerdings scheint die häufig anzutreffende Bezeichnung als "Schweinchen", "Wutz" oder "Cochonnet" darauf hinzudeuten, dass viele Pétanquespieler ein liebevoll-gehässiges Verhältnis zu der kleinen Holzkugel haben.
   


 
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