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Geschichtliches:

Der Begriff Spielmann lässt sich bis in das 8. Jahrhundert zurückverfolgen. Diesen Spielmännern, die umherreisende Musikanten waren, wurden vor allem in den Folgejahrhunderten die Aufgabe zuteil die Bevölkerung, welche im Allgemeinen nicht lesen konnte, durch Gesang und begleitende Musik über Neuigkeiten und Bekanntmachungen des Adels und des Klerus zu unterrichten.

Seit dem 13. Jhd. tritt vermehrt das Zusammenspiel von Trommeln und Flöten auf, was fortan eine wachsende Rolle im Bereich der Militärmusik übernahm. So wurden Spielmannszüge bei militärischen Übungen (z.B.: Gleichschritt) und Militärparaden eingesetzt.

Am Ende des 19. Jhd. war der Spielmannszug fester Bestandteil deutscher Kompanien.

Mit der aufkommenden Turnerbewegung im 19. Jhd. wurde dem Spielmannwesen endlich wieder eine zivil-musikalische Aufgabe zuteil. Auf Turnfesten und auf feierlichen Umzügen konnten die Spielleute zur Unterhaltung der Bevölkerung beitragen und sich neuer Musikrichtungen und Spielweisen öffnen.

Diese positive Entwicklung wurde durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten gestoppt. Wie auch andere künstlerische und sportliche Bereiche wurde das Spielmannswesen zu Propagandazwecken missbraucht.

Nach dem 2. Weltkrieg formierten sich in ganz Deutschland wieder Spielmannszüge und beim Deutschen Turnerfest 1953 traten bereits wieder 3000 Spielleute auf.

Dieser positive Trend setzte sich in den Folgejahrzehnten weiter fort.


 

Instrumentale Besetzung:

Ein klassischer Spielmannszug besteht lediglich aus Sopranquerflöten in Ces-Stimmung, kleinen Trommeln (engl. Snare drum) und großen Trommeln (engl. Bass drum).

Viele Musikkapellen - wie auch wir - haben diese Basisbesetzung um klangbereichernde Elemente erweitert, um ein größeres musikalisches Spektrum bedienen zu können.

So wird im melodischen Bereich die tragende Sopranflöte um Nebenstimmen aus Diskantquerflöte in Fes-Stimmung, Altquerflöte in Fes-Stimmung, Tenorquerflöte in Ces-Stimmung und Konzertflöten in C-Stimmung ergänzt, was die melodische Vielfalt erheblich erweitert.

Im Bereich der Perkussion (Schlag-und Effektinstrumente) haben ebenso Neuheiten Einzug in die traditionelle Spielmannszugbesetzung gehalten.

Becken (engl. Cymbals) und die Lyra (Glockenspiel)  wurden vermehrt in das Instrumentenangebot aufgenommen, welche den Rhythmusinstrumenten eine neue Klangnote bescherten. Diese Instrumente haben sich derart gut in das Spielmanngefüge eingefunden, so dass sie in den meisten Kapellen zur Grundbesetzung gehören.

Überdies verfügt jeder Spielmannszug über eigene Charakteristiken. Dieser Beitrag zeigt Ihnen das übliche und erweiterte Instrumentenangebot.

 



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